Tipps für Fachwirte: Ziele SMART formulieren

Kategorie: Fachwirt/in im E-Commerce
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Oft sind die smarten Zielsetzungen in der Prüfungsvorbereitung ein rotes Tuch – warum, lässt sich schwer nachvollziehen. Vielleicht weil etwas so einfaches so kompliziert klingt.

Fangen wir an mit der Frage: Was ist eigentlich ein Ziel?

Ein Ziel ist ein Wunsch, eine Vision oder auch eine Notwenigkeit, den oder die es zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu erreichen gilt und damit einen Zustand herbei führt, der sich vom Zustand in der Gegenwart unterscheidet.

Wenn wir nun all diese Elemente in unserer Zielformulierung unterbringen, wird das Ziel fast automatisch SMART.

SMART ist ein Akronym:

S = Specific / Spezifisch

M = Measurable / Messbar

A = Archivable / Erreichbar oder auch Attractive / Attraktiv

R = Reasonable / Vernünftig oder auch Realistic / Realistisch

T = Timebound / Terminiert.

Jetzt sieht man schon bei den Übersetzungen und dem Versuch, im Akronym zu bleiben, dass es zu einer Sinnverschiebung kommt, die aber nicht weiter dramatisch ist, denn ob ein Ziel nun vernünftig oder attraktiv ist, erreichbar oder realistisch – am Ende kommt es auf ähnliches hinaus. Zumal das immer in der Natur der Bewertung liegt.

Und eben in der Verbindung zu dem, was gemessen wird?

Ist es beispielsweise realistisch, vernünftig, erreichbar und attraktiv, auf Instagram eine Millionen Follower zu haben? Ohne Kontext ist das schlicht nicht zu bewerten. Hat das Unternehmen 990.000 mag es all das sein. Hat das Unternehmen 50 und setzt einen Zeitrahmen von 6 Monaten ist das alles eher nicht der Fall. A und R werden im SMART-Ziel also maßgeblich durch M beeinflusst. Für die Messbarkeit braucht es im Idealfall Kennzahlen.

Zeitliche Eingrenzung, bis wann das Ziel erreicht werden soll ist das T. Und das S am Anfang ist eben der allgemeine Kontext.

Was fällt auf? Im SMART Ziel stehen keine Maßnahmen!

Genau das fällt vielen Prüflingen schwer. Das smarte Ziel an sich erscheint zu einfach, so dass man das „Wie“ unbedingt mit unterbringen will. Doch das ist falsch.

Beispiel:

Wir wollen unseren Alpha-Retourenquote (spezifisch) in einem Zeitraum von 6 Monaten (terminiert) von 9,5% auf 7 % (messbar) senken (attraktiv, realistisch)

Ja. That’s it. Kein Wie, kein Warum.

Warum schreibe ich hier „von… auf…“ statt „um … %/Prozentpunkte“?

Das könnt ihr im Beitrag zum elenden Kreuz mit den Prozenten nachlesen.

Aber bitte: Immer die Aufgabenstellung lesen. Manchmal wird nicht nur nach der smarten Zielformulierung gefragt, sondern auch nach Maßnahmen oder Strategieansätzen. Dann muss da natürlich in der Antwort etwas mehr stehen.

Nadine Huss

Nadine ist die Autorin des Buchs "E-Commerce-Manager*in", Dozentin und Beraterin.

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